Saint-Saëns Camille, Karneval der Tiere

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Dirigierpartitur und Aufführungsmaterial insgesamt

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Komponist Camille Saint-Saëns
Vorwort

Der „CARNAVAL DES ANIMAUX“ von Camille Saint-Saëns ist ein musikalischer Mikrokosmos mit großer Breitenwirkung. Als Brückenschlag zwischen Kunstanspruch und Unterhaltung erfreut sich dieser Bilderbogen tönender Tierillustrationen bei Jung und Alt unaufhörlicher Wertschätzung. Die klangliche Vielfalt der Partitur beruht auf Klavierduo, Streichorchester und diversen Soloinstrumenten. Allein schon in den reizvollen, im virtuosen Anspruch maßvoll gehaltenen Pianoparts befindet sich eine Fülle abwechslungsreichen Materials. Klavierpädagogen könnten in paradiesischen Verhältnissen schwelgen, stünde nicht zu oft der zusätzlich geforderte Orchesterapparat als aufführungspraktisches Haupthindernis im Wege. In dem vorliegenden Arrangement sind die Orchesterpartien überall dort, wo sie beteiligt wären, zusätzlich auf die beiden Klaviere übertragen. Unverändert blieb dabei die musikalische Grundsubstanz; nichts wurde verein-facht, keine Stimme gestrichen. Vier Spieler sind meist erforderlich, um zusammen ein solches „Klavierorchester“ zu bilden. Mit dieser Bearbeitung bin ich meinen klavierpädagogischen Wunschvorstellungen gefolgt, tüchtigen Klaviernachwuchs zu einem Aufführungskollektiv zu vereinen, wie es sonst fast nur in einem Orchester oder in einem Chor möglich ist.

Aufführungshinweise:

Die KLAVIERE bilden den festen Grundstock jeder Aufführung. Dabei können die einzelnen musikalischen Nummern abwechselnd von verschiedenen Spielern besetzt werden. Schwierigkeitsgrade und besondere musi-kalische Fähigkeiten sind bei der Auswahl zu berücksichtigen. (Beispielweise erfordert „Aquarium“ Interpreten mit filigran-impressionistischem Klangempfinden, während technische Grundvoraussetzung für alle vier Spieler von „Fossilien“ die Beherrschung eines raschen, trockenen Staccatoanschlags ist.) Ferner ist empfehlenswert, die Nummern II, III und XIV mit den gleichen Spielern (Wiederholungspartien) zu besetzen. SOLOINSTRUMENTE sind unverzichtbar, ihre Besetzungen jedoch variabel. Sie können an die optimalen Voraussetzungen der jeweiligen Aufführungsorte angepaßt werden und sollten sich aus den besten Instrumentalisten der kooperierenden Institute (Musikschulen, Gymnasien, Akademien etc.) zusammensetzen. Alternativbesetzungen sind in der Partitur (Solo-Instrumente) vermerkt, sollten jedoch der Phantasie beim Finden weiterer Besetzungslösungen keinen Abbruch tun. Auf manche hinzugefügten SCHLAG- UND PERCUSSIONSINSTRUMENTE kann man nötigenfalls verzichten. Allerdings gilt zu berücksichtigen, daß sie das Klangspektrum bereichern und somit die transkribierte Orchesterfarbe mit anderen Mitteln ausgleichen. Als elektronisches Hilfsmittel fungiert das KEYBOARD. Mit guten Streichersamples lassen sich ad libitum „Schildkröten“ und „Aquarium“ untermalen. Unentbehrlich hingegen ist die Elektronik (Sample Streicher-tremolo) bei No. XII („Vogelhaus“). Die Doppelbesetzung von No. XIII („Der Schwan“) mit Violoncello und Sopran-Vokalise ist als Bearbeitungsgag zu verstehen. Bei Nichtgefallen empfiehlt sich der Rückgriff auf das Original (Violoncello und zwei Klaviere).

Der „PIANISTEN-COCKTAIL“ schließlich - nach dem Konzept einer Klavierstunde im Zeitraffer zwischen die Fingerübungen der „Pianisten“ (No.XI) eingefügt - erweitert die Aufführungsdauer des sonst nur etwa halbstündigen Werkes auf programmfüllendes Veranstaltungsformat. Die beteiligten Spieler (max. 68) sollten hufeisenförmig um die beiden Flügel gruppiert sein. In dieser akrobatischen Kollektivnummer (mit über 50 Werkausschnitten und rund 100 Wechseln) sind für Klavierspieler aller Alters- und Leistungsstufen Möglich-keiten des kurzen, glänzenden Auftritts gegeben. Allerdings erfordert der „Cocktail“ ein straffes und gut durch-dachtes Einstudierungskonzept. Bereits bei der Vergabe der einzelnen Ausschnitte sollten die Tempi berück-sichtigt werden. Vor allem für die Allegro-Teile (T. 36-166, T.171-281, T. 294-332, T. 349-510), deren heterogene Elemente häufig in einem Duktus so zusammengefaßt werden müssen, als wäre es ein Stück, ist klares Einschätzungsvermögen spieltechnischer Fähigkeiten notwendig, um böse Überraschungen zu vermeiden. Die musikalischen Zitate können großenteils aus der Originalliteratur erlernt werden. Für alle Transkriptions- und Überleitungspartien liegen im Aufführungsmaterial separate Stimmen bei. Vierhändig ausgesetzte Partien der Anfängerliteratur sollten von mutigen Kleinen gespielt werden, wobei es u. U. ratsam ist, den Secondo-Part mit ihren jeweiligen Lehrkräften zu besetzen (Besetzungspläne im Aufführungsmaterial).

 In der Praxis haben sich die Aufführungen als unterhaltsam, spannend, repräsentativ und dabei als pädagogisch höchst ergiebig erwiesen. Der „Pianisten-Cocktail“ ist auch als Einzelstück aufführbar. Zu diesem Zweck finden sich im Anhang des Aufführungsmaterials (HB 6011) Alternativlösungen zu Vor- und Nachspann.

Februar 1999 Dr. Maximilian Hofbauer

Herausgabe

1999

Partitur und Aufführungsmaterial (9 Hefte)

1.Introduktion und Königsmarsch des Löwen
2. Hühner und Hähne  4. Schildkröten  6. Känguruhs  8. Persönlichkeiten mit langen Ohren
3. Wilde Zebras 5. Der Elefant  9. der Kuckuck in der Tiefe der Wälder
7. Aquarium
10. Vogelhaus
11. PIANISTEN - COCKTAIL
12. Fossilien
13. Der Schwan
14. Finale


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